Bei Kampfsportarten sind die Hände einer enormen Belastung ausgesetzt. Jeder Schlag überträgt die Kraft über das Handgelenk, die Gelenke und die Knochen der Hand – und genau diese Bereiche sind die häufigsten Verletzungsstellen bei Boxern, MMA-Kämpfern und Muay-Thai-Anhängern. Der richtige Handschutz oder eine Innenbandage ist nicht nur ein modisches Accessoire – er gehört zur Grundausstattung, die es Ihnen ermöglicht, länger, härter und ohne schmerzhafte Ausfälle zu trainieren.
Gute Handschützer erfüllen gleich mehrere Funktionen gleichzeitig: Sie stützen das Handgelenk, dämpfen Stöße beim Schlag, halten die kleinen Knochen in der optimalen Position und verringern das Risiko von Verstauchungen und Brüchen erheblich. Außerdem verlängern sie die Lebensdauer Ihrer Boxhandschuhe – Ihre Hände schwitzen weniger direkt in die Handschuhe hinein.
In der Kategorie Handschützer gibt es auf dem Markt im Wesentlichen zwei Haupttypen. Es ist wichtig, den Unterschied zu kennen, damit Sie die richtige Wahl für Ihre Sportart und Ihr Training treffen können.
Diese Produkte stellen eine moderne Alternative zu klassischen Stoffbandagen dar. Sie werden wie Handschuhe angezogen und sind in wenigen Sekunden einsatzbereit – kein langwieriges Umwickeln. Das Herzstück bildet die Gel- und Schaumstoffpolsterung im Gelenkbereich, die die Aufprallenergie absorbiert. Ein verlängerter Riemen sorgt zudem für einen festen Halt des Handgelenks.
Für wen sind sie geeignet? Für Anfänger und Fortgeschrittene, die einen schnellen und zuverlässigen Schutz ohne Kompromisse suchen. Ideal für Boxen, MMA und Muay Thai.
Die Form der Handschuhe mit offenen Fingerspitzen (sog. „Half-Finger“-Schnitt) sorgt für einen hervorragenden Griff und ermöglicht eine natürliche Bewegung der Finger. Sie bestehen aus einem elastischen Material, das sich fest an die Form der Hand anpasst und nicht drückt. Entscheidend ist die Verstärkung an Daumen und Handgelenk – den beiden Stellen, die bei Kontaktsportarten am stärksten gefährdet sind.
Für wen sind sie geeignet? Für alle, die einen subtileren und leichteren Schutz mit maximalem Griffgefühl bevorzugen. Auch hervorragend als Ergänzung zu klassischen Handschuhen geeignet.
Der wichtigste Teil des Schutzes ist die Polsterung an den Gelenken und die stabile Fixierung des Handgelenks.
Wenn Sie intensiver trainieren, zum Beispiel Boxen, Muay Thai oder MMA, sollten Sie Modelle mit Gel- oder Schaumstoffpolsterung im Gelenkbereich und einem längeren Klettverschlussband wählen, das um das Handgelenk gewickelt wird und ein festeres Anziehen ermöglicht. Sie helfen dabei, wiederholte Stöße abzufedern, stabilisieren die Hand beim Schlag und machen das Training am Boxsack oder mit Sparringshandschuhen angenehmer.
Für leichteres Fitnesstraining, Cardio-Boxen oder den Freizeitgebrauch können einfachere Innenhandschuhe mit Gelenkschutz und grundlegender Handgelenkstütze ausreichen.
Der Protektor muss fest sitzen, darf aber weder einengen noch die Durchblutung beeinträchtigen. Nach dem Anlegen sollte er kein Kribbeln in den Fingern verursachen, sich beim Ballen der Faust nicht verschieben und nicht gegen die Gelenke drücken. Ein zu lockerer Schutz wird im Handschuh verrutschen und seine Schutzfunktion nicht mehr ordnungsgemäß erfüllen. Die meisten Modelle werden in den Größen S, M, L und XL hergestellt – idealerweise probieren Sie den Schutz an oder messen Sie gegebenenfalls den Umfang Ihrer Hand über den Knöcheln. Wenn Sie zwischen zwei Größen liegen, ist bei intensiverem Training meist ein sicherer und festerer Sitz vorzuziehen, jedoch niemals auf Kosten des Tragekomforts.
Der Schutz darf nicht zu voluminös sein. Ist er zu dick, kann er im Handschuh drücken und den natürlichen Griff der Faust einschränken. Ideal ist ein fester, aber bequemer Sitz – die Hand darf im Handschuh nicht verrutschen, aber die Finger müssen sich natürlich zusammenballen lassen. Bei Innenhandschuhen werden Sie auch den halb offenen Fingerschnitt zu schätzen wissen, der einen besseren Kontakt, Griffigkeit und mehr Bewegungsfreiheit für die Hand ermöglicht.
Beim Training schwitzen die Hände schnell, daher ist ein atmungsaktives und strapazierfähiges Material wichtig. Hochwertige Handschützer bestehen aus einem elastischen Gewebe, das sich gut an die Hand anschmiegt, auch nach wiederholtem Gebrauch seine Form behält und gleichzeitig Feuchtigkeit ableitet. Offene Finger, elastisches Material und gute Atmungsaktivität erhöhen den Tragekomfort vor allem beim regelmäßigen Training und tragen dazu bei, unangenehmen Geruch zu reduzieren.
Lassen Sie die Schutzausrüstung nach jedem Training gründlich trocknen und bewahren Sie sie nicht geschlossen in einer Tasche auf. Wenn der Hersteller das Waschen zulässt, waschen Sie sie gemäß den Empfehlungen – in der Regel bei einer niedrigeren Temperatur von etwa 30 °C, idealerweise mit geschlossenen Klettverschlüssen und in einem Waschbeutel. Trocknen Sie sie an der Luft, nicht in der Nähe einer direkten Wärmequelle. Eine regelmäßige Pflege verlängert die Lebensdauer der Schutzausrüstung und beugt der Bildung von Bakterien und Gerüchen vor.
Für das Boxen eignen sich Handschuhüberzüge oder Innenhandschuhe, die unter den klassischen Boxhandschuhen getragen werden. Wenn Sie am Boxsack oder mit Schlagpolstern trainieren oder regelmäßig am Training teilnehmen, lohnt sich ein festerer Schutz für Gelenke und Handgelenke.
Empfehlung: RDX Handschützer HOSIERY INNER STRAP IS2
Beim MMA werden Sie die größere Bewegungsfreiheit der Finger und den bequemen Sitz zu schätzen wissen. Geeignet sind leichtere Überziehhandschuhe oder Innenhandschuhe, die den Griff nicht einschränken und gleichzeitig die Gelenke bei Schlägen schützen.
Empfehlung: RDX HI Innenhandschuhe Handschuhe
Bei Schlagkombinationen, der Arbeit an den Schlagpolstern und intensivem Training ist es wichtig, das Handgelenk zu stützen. Von Vorteil sind Manschetten mit Wickelband, die mehr Halt bieten als einfache Innenhandschuhe.
Empfehlung: RDX Handschützer HOSIERY INNER STRAP IS2
Wenn Sie eher zum Konditionstraining boxen, müssen Sie sich nicht gleich für den robustesten Schutz entscheiden. Wichtig sind Komfort, schnelles Anziehen und ein grundlegender Schutz der Gelenke.
Empfehlung: RDX HI Innenhandschuhe, Handschützer
✔ Wie zieht man die Handschuhe mit Riemen richtig an?
Stecken Sie den Daumen durch die Öffnung, verteilen Sie den Handschuh gleichmäßig über den Handrücken und die Fingerknöchel und befestigen Sie erst dann den Riemen um das Handgelenk. Der Riemen sollte fest sitzen – weder zu locker noch so fest, dass er drückt oder Ihre Finger kribbeln. Probieren Sie beim ersten Anlegen ein paar Schläge in die Luft aus und prüfen Sie, ob sich der Schutz nicht verschiebt.
✔ Wie lange halten die Handschuhe?
Die Lebensdauer hängt von der Trainingsintensität und der Pflege des Produkts ab. Bei einem Training dreimal pro Woche und regelmäßigem Waschen halten hochwertige RDX-Handschuhe problemlos 12–24 Monate. Ein Zeichen dafür, dass ein Austausch erforderlich ist, sind nachlassende Elastizität des Materials, gerissene Nähte oder sichtbare Beschädigungen der Gelpolsterung.
✔ Sollte ich die Handschützer mit Boxhandschuhen kombinieren?
Auf jeden Fall. Die Innenbandagen oder Schutzpolster trägst du direkt an der Hand und ziehst darüber die Boxhandschuhe an. Das Schutzpolster bildet somit die erste Schutzschicht und stabilisiert gleichzeitig die Hand, noch bevor die Handschuhe den Rest der Aufprallenergie absorbieren. Die Kombination aus Schutzpolstern und Handschuhen ist bei Kämpfern aller Leistungsstufen Standard.
✔ Wie pflegt man die Schutzpolster, damit sie möglichst lange halten?
Legen Sie die Schutzpolster nach dem Training nicht sofort in die Tasche – lassen Sie sie erst auslüften. Wenn du täglich trainierst, besorge dir gleich zwei Paare und wechsle sie ab. Wasche sie regelmäßig in der Waschmaschine (max. 30 °C, ohne Weichspüler, da dieser die Elastizität beeinträchtigen kann). Trockne sie immer an der Luft, niemals im Wäschetrockner.
✔ Welche Größe passt mir?
Messen Sie den Umfang Ihrer dominanten Hand über die Knöchel (Finger leicht geschlossen). Allgemeine Richtwerte für RDX-Schutzhandschuhe:
Wenn Sie zwischen zwei Größen liegen, empfehlen wir Ihnen, die größere Variante zu wählen – eine etwas lockerere Passform ist besser als ein Schutz, der einengt.
Muss man als Anfänger Handschützer tragen?
Ja, besonders am Anfang. Die Muskeln und Bänder im Handgelenk brauchen Zeit, um sich zu stärken. Anfänger sind daher einem höheren Verletzungsrisiko ausgesetzt als erfahrene Sportler. Ein Handgelenkschutz oder eine Innenbandage ist das Erste, was Sie sich neben Handschuhen zulegen sollten.
Sind Innenhandschuhe ein Ersatz für klassische Bandagen?
Innenhandschuhe sind eine hervorragende Alternative zu herkömmlichen Stoffbandagen – sie lassen sich schneller anlegen und erfordern keine Wickeltechnik. Für professionelle Wettkämpfe wird zunehmend eine Kombination beider Arten empfohlen, aber für Trainingszwecke reichen Innenhandschuhe völlig aus.
Woran erkenne ich, dass mein Schutz nicht richtig sitzt?
Wenn Sie ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern spüren, ist der Riemen zu fest angezogen. Wenn der Schutz bei Schlägen verrutscht oder sich verbiegt, ist er zu groß. Passen Sie ihn in beiden Fällen an oder wählen Sie eine andere Größe.
Kann ich die Handschuhe in der Waschmaschine waschen?
Ja – alle RDX-Modelle aus unserem Sortiment sind waschmaschinenfest. Wir empfehlen maximal 30 °C, Schonwaschgang, ohne Weichspüler. An der Luft trocknen lassen, nicht im Wäschetrockner.
Was ist der Unterschied zwischen dem IS2- und dem HI-Modell?
Das IS2-Modell ist mit der Gel-Füllung Shell Shock GEL™ und einem verlängerten 75-cm-Handgelenkriemen ausgestattet – es bietet somit ein höheres Maß an Schutz und Stabilisierung bei intensivem Training. Das HI-Modell ist leichter, unauffälliger und bietet dank des Half-Inch-Schnitts mehr Fingerspitzengefühl beim Greifen. Beide Modelle sind waschbar und ergonomisch geformt.
Acra ist eine rein tschechische Marke, die seit 1991 sowohl für Privathaushalte als auch für Spielplätze auf dem Land eine umfassende Auswahl an Sportausrüstung anbietet.
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